Bildung & Familie
Bei uns zuhause beginnt der Tag mit Logistik: Wer muss wann wohin, wer nimmt wen mit, wer hat die Sporttasche. Drei Kinder, zwei Berufe, ein Auto zu wenig — Sie kennen das vielleicht. Und jeden Morgen dieselbe Stelle: der Übergang an der Strasse, an der ich kurz den Atem anhalte, bis alle drüben sind.
Platz für Begegnung. Platz für Kinder.
Herausforderung
Schulweg ist Stadtpolitik.
Kreuzlingen ist eine Schulstadt. Aber eine Schulstadt erkennt man nicht am Schulhaus — man erkennt sie am Weg dorthin. An Übergängen, bei denen keine Mutter den Atem anhalten muss. An Betreuung, die auch dann funktioniert, wenn beide Eltern arbeiten. An Plätzen, auf denen wirklich gespielt werden darf, statt dass «Rasen betreten verboten» steht.
Mein Ziel
Kinder brauchen Platz — nicht irgendwann, jetzt.
«Bildung ist Kantonssache», heisst es. Stimmt — auf dem Papier. Aber ob ein Kind gut ankommt, entscheidet die Stadt: jeden Morgen, an jedem Übergang, auf jedem Pausenplatz. Ich will eine Stadt mit sicheren Schulwegen, Spielstrassen und Sportplätzen, auf denen wirklich gespielt werden darf. In jedem Quartier, nicht nur im Leitbild.
Was ich einbringe?
Drei Kinder, Kreuzlinger Schulen, sechs Jahre Schulbehörde.
Ich war sechs Jahre in der Sekundarschulbehörde und weiss, wo diese Entscheide fallen. Und als Mutter weiss ich, wie sie sich anfühlen, wenn sie falsch fallen.
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