Eine lebenswerte Stadt
Im Seeburgpark gibt es ein Bänkli, die fast nie leer ist. Ich laufe dort morgens meine Runde und sehe es jede Woche: Zwei Fremde sitzen nebeneinander, einer sagt etwas übers Wetter, und drei Minuten später reden sie über die Enkel. Niemand hat das organisiert. Es brauchte nur: ein Bänkli, am richtigen Ort, mit Blick auf etwas Schönes.
Platz für Bewegung. Platz für alle.
Herausforderung
Die grossen Anlagen sind da. Die kleinen Verbindungsstücke fehlen.
Ein paar hundert Meter weiter, im Quartier, gibt es Ecken, wo genau das nie passiert. Nicht weil die Menschen anders wären — weil es keinen Ort gibt, an dem man bleiben möchte. Der Seeburgpark ist da. Das Tobel ist da. Der Boulevard ist da. Was fehlt: das Bänkli auf dem Weg, die WC-Anlage, die funktioniert, der Platz, der einlädt.
Mein Ziel
Eine Stadt, in der man sich begegnet, ist eine sichere Stadt.
Ich setze auf Belebung statt Überwachung: Treffpunkte in den Quartieren, Räume, in denen Jung und Alt nebeneinander Platz haben, ohne dass es jemand organisieren muss. Dafür muss Kreuzlingen nicht neu erfunden werden. Es reicht, aufzuwerten, was da ist.
Was ich einbringe?
Ich sehe jeden Morgen, was funktioniert — und was nicht.
Ich weiss, welche Orte in dieser Stadt einladen und welche nicht. Und ich verspreche: keine grosse Studie. Nur jemanden, der das Bänkli endlich hinstellt.
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