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Gesundheit & Soziales

Es gibt eine Frau, die ich fast jeden Morgen sehe. Sie geht zur Post, vielleicht zweihundert Meter, und braucht dafür eine halbe Stunde. Nicht, weil sie so langsam ist. Sondern weil sie auf dem Weg zweimal rasten muss — und es nur ein Bänkli gibt. Eines. An der falschen Stelle.

"Susan Danubio, FDP-Stadtratskandidatin Kreuzlingen, geht lächelnd auf einem Parkweg, im Hintergrund Grünanlage und modernes Gebäude"
"Susan Danubio, FDP-Stadtratskandidatin Kreuzlingen, geht lächelnd auf einem Parkweg, im Hintergrund Grünanlage und modernes Gebäude"

Platz für Begegnung. Platz für Rast.

Herausforderung

Wer draussen nicht rasten kann, bleibt drinnen.

Zwanzig Jahre Pflege haben mich gelehrt, was diese halbe Stunde bedeutet: Wer draussen nicht rasten kann, bleibt drinnen. Wer drinnen bleibt, vereinsamt schneller. Wer vereinsamt, braucht früher Pflege. Kreuzlingen hat einen der höchsten Anteile an Einpersonenhaushalten im Kanton — die halbe Stunde zur Post ist für viele der einzige Termin des Tages.

Mein Ziel

Begegnung verlängert ein selbstständiges Leben um Jahre.

Darum rede ich nicht von «Strukturen». Ich rede von Bänkli, Wegen und Orten, an denen man sich über den Weg läuft. Früh in Begegnung investieren statt später in Pflege — das ist keine weiche Politik, das ist die härteste Rechnung, die ich kenne. Ein Bänkli am richtigen Ort ist Sozialpolitik.

Was ich einbringe?

Ich weiss, was eine Pflegestunde kostet.

Angefangen als Pflegefachfrau, heute Bereichsleiterin Pflege & Betreuung und Stv. Geschäftsführerin im Alterszentrum Kreuzlingen mit 350 Bewohnenden an zwei Standorten, dazu Jahre als Präsidentin der Spitex der Region. Ich weiss, wo das System trägt und wo es reisst. Genau diese Erfahrung fehlt im Stadtrat bisher.

Susan Danubio, FDP-Stadtratskandidatin Kreuzlingen, lachend am Bodenseeufer. Im Hintergrund Hafen und Wasser